INKA Nr. 21

Ob Crépuscule irgendwelche Kröten abgeleckt oder sonst was eingepfiffen haben ist nicht überliefert, aber der Verdacht besteht.

Die Story ihrer Konzept-CD "Hymne à la vie" um die Selbstfindung des Nomaden Tahayis, ist jedenfalls ziemlich abgedreht. Der Protagonist kehrt dem Nomadenleben den Rücken, doch kaum hat er ein hübsches Fleckchen zum Bleiben gefunden, stürzt er durch einen Abgrund in einer Art Parallelwelt, wo ihm ein Volk dominanter Frauen nach Körpersäften und Leben trachtet. Tahayis gelingt die Flucht, aber nur um von seinen eigenen Leuten wegen "Verrat am Patriarchat" zum Tode verurteilt zu werden. Der Held stirbt durch Gift, wird aber mit Hilfe des Steins "Lümne" statt ins Jenseits auf die nächste Daseinsstufe befördert, das Erwachsensein. Die Filmmusik zum Kopfkino besteht aus leicht angeprogtem, mit süffigen Keyboards und Synthiesounds geschwängertem Rock und versprüht reichlich Mittachtziger-Charme. Hängen geblieben sind die fünf Musiker aus Karlsruhe also auf jeden fall. Den Spaß mindert einzig das teils unnötig überdramatische Timbre von Sänger Franco Rouvinet. Ach ja, der CD liegt ein aufwendig gestaltetes Booklet mitsamt Textübersetzungen. Bildern der Künstler Christiane Theilen und Tahayis, sowie dem Seelenbuch des Dramen-Helden", eine Art Tagebuch, bei.

Felix Mescoli

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Crépuscule

 c/o Rouvinez
 Hirschbergerstr. 15, 76139 Karlsruhe
 Tel. 0721-679928
 email: info@crepuscule.de


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