Vírr... ein neuer Anfang
Sie standen seit einiger Zeit vor seinem Grab, Traurigkeit umhüllte ihre Seelen. Bald würden sie weiterziehen müssen, nur seine Gebeine würden bleiben. „Wer still steht, sollte auch im Tode nicht wandern“, sagte der Älteste mit erhobenen Armen. „Mit uns kann er nicht gehen, nur in unserer Seele wird er sein.... verdammt vergessen zu werden“, seine verschluchteten Wangen bebten vor Zorn. Ein Zucken ging durch die Sippe, ihre Augen waren voller Furcht, nur bei manchen sah man Tränen fließen, die in der Hitze des Nachmittags bald versickert sein würden. Voll Wut zog der Älteste ein Buch aus seiner Tasche und gab es der Jüngste, seine Augen waren voll Verachtung „Hier Kleine, verstecke es für die Ewigkeit, dies ist dein Schicksal“.
Von weiten wurde die Gruppe beobachtet, er konnte die Worte nicht verstehen, doch auch in ihm loderte die Wut. Seine schwarzen Augen widerspiegelten die Szene und sie brannte sich für immer in die Iris ein. Er verfluchte sie alle für ihre Ignoranz, doch das letzte Wort war noch nicht gefallen. Lange nachdem sie gegangen waren und er sich versicherte, dass keiner ihn bemerken würde, erhob er sich und flog zum Grab, auf dem Kreuz nahm er platzt. Noch einmal schaute er sich um und aus seiner Kehle kam die Trauer und ein Racheschwur. Und der weiße Rabe flog für immer davon.
